Was ist Philippus in Neuss?

Ein wohlhabender Mann aus Äthiopien reist von Jerusalem

nach Gaza. Auf der Fahrt liest er in einer jüdischen Schriftrolle.
Da begegnet ihm der Diakon Philippus, ein Anhänger Jesu. „Verstehst Du, was Du liest?“ fragt der und hilft dem Fremden

zu begreifen, was die Schriftrolle erzählt. Eine ganz frühe Geschichte vom Lernen und Verstehen im Neuen Testament. „Philippus in Neuss“ ist eine Kooperation des Evangelischen Gemeindeverbandes in Neuss und der Philippus-Akademie des Evangelischen Kirchenkreises Gladbach-Neuss.

Wir laden ein zu interessanten Veranstaltungen mit hochkarätigen Referenten und zu Seminaren, die Handwerkszeug für ihr Ehrenamt vermitteln – ganz im Sinne des Philippus:

„gemeinsam lernen, verstehen, leben“!


Herzlich Willkommen und schön, wenn Sie dabei sind!



Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge:


Sieben Bibelabende zum Markusevangelium:

Der Tod ist nicht mehr sicher
Das Markusevangelium gilt als das älteste Evangelium der Bibel,

klar in der Sprache, konzentriert auf das Wesentliche, oder besser: den Wesentlichen.
An sieben Abenden wollen wir uns der Botschaft
des Markus nähern, gemeinsam im Gespräch,
jeweils von 20 bis 21.30 Uhr in der Friedenskirche Uedesheim, Rheinfährstr. 40, 41468 Neuss.


Dienstag, 20.02.18  Mk 1,1-15 Der Himmel reißt auf
Der Prolog des Markusevangeliums setzt wichtige Signale zum Verständnis des Folgenden.

Der Himmel reißt auf, Neues geschieht in diesem Jesus aus Nazareth.


Donnerstag, 22.02.18  Mk 2,1-12 Wer hat das Sagen
Wer hat das Sagen? Welche Vollmacht hat Jesus – maßt er sich an, aus Sicht seiner Gegner.

Der Konflikt bricht schon früh auf.


Dienstag, 27.02.18  Mk 4,3-20 Euch ist es gegeben
Jesus spricht in Gleichnissen. Dies ist seine Form, die Menschen, uns,

in das Geheimnis des Reiches Gottes einzuführen.


Donnerstag, 01.03.18  Mk 7,31-37 Ohne Berührungsangst
Markus erzählt, wie Jesus die Grenzen ausweitet. Er bringt das Heil hin zu den Kranken,

den „Unreinen“, den Heiden. Er ist ohne Berührungsangst.


Dienstag, 06.03.18  Mk 8,27-9,1 Was sagen die Leute?
Es geht um die Identität Jesu und darum, was das für
die, die ihm nachfolgen wollen, bedeutet. Jesus fragt:
Was sagen die Leute? und dann auch: Was sagt ihr?


Donnerstag, 08.03.18  Mk 14,55-64 Wahrheit, die niemand hören will
Jesus vor dem Hohen Rat. Sie fragen ihn, doch hören
sie auch, was er sagt? Das Neue, das Unerhörte wahr-
zunehmen fällt schwer, nicht nur damals.


Dienstag, 13.03.18  Mk 16,1-8 Lebendig wie nie zuvor
Der ursprüngliche Schluss das Markusevangeliums gibt
einige Fragen auf. Wie kann es sein, dass das Evangelium, die Frohe Botschaft,

mit Schweigen und Furcht endet?


Leitung: Pfarrer Jens Bielinski-Gärtner
und Diakon Dr. Matthias Godde


„Halbzeit im Presbyterium“

Ein Angebot speziell für Mitglieder von Presbyterien und gemeindlichen Ausschüssen
Was habe ich mir nach meiner Wahl vorgenommen? Was
ist daraus geworden und welche Gründe für Gelingen und Misslingen kann ich erkennen?

Welchen Akzent möchte ich in der zweiten Hälfte der Wahlperiode setzen: für mich selbst und in meiner Gemeinde?

Was oder wer kann mich dabei unterstützen?
An diesem Abend ist auch Raum, um eventuelle Schwierigkeiten in einem geschützten Rahmen zu besprechen.


Dienstag, 20.02.18, 19.00 Uhr
Ev. Versöhnungskirche, Furtherhofstraße 42, Neuss


Leitung: Pfr. Rolf Lenhartz
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an,
damit wir besser planen können!
ina.krueger@ekir.de

 


Begegnungen mit Karl Barth

Prof. em. Eberhard Buschs Biographie über Karl Barth gilt bis heute als Standardwerk und

seine Einführung in Barths ‚Kirchliche Dogmatik‘ ist so verständlich geschrieben, dass sie nicht

nur für das Fachpublikum den Zugang zu einem der bedeutendsten Theologischen Gesamtentwürfe

des 20. Jahrhunderts ermöglicht!
In seinem Vortrag wird Prof. Busch von seiner Zeit als Assistent Karl Barths in dessen letzten

Lebensjahren berichten und so den Menschen hinter dem großen Theologen sichtbar machen.

Zugleich wird er die Frage stellen, was Karl Barths Theologie und sein politisches Engagement

der Kirche im 21. Jahrhundert zu sagen hat.


Mittwoch, 21.02.2018, 19.30 Uhr
Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Einsteinstr. 194, Neuss


Vortrag: Prof. Dr. Eberhard Busch, Göttingen

 


„Hilfe, ich leite in einer Gruppe“

Ein Angebot speziell für Ehrenamtliche, die ihre Leitungskompetenz reflektieren und erweitern möchten.

Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks zum Gelingen

Eine Gruppe zu leiten, das ist schon eine Herausforderung! Da kommen Menschen mit unterschiedlichen

Interessen und Persönlichkeiten zusammen. Als Leitung, aber auch als Teilnehmende, haben wir eine

Verantwortung dafür, dass die Gruppe „läuft“. Im Seminar wollen wir miteinander ausloten, welche

Faktoren für das Gelingen von Leitung und Kooperation bedeutsam sind und welche Möglichkeiten für

die eigene Tätigkeit daraus erwachsen. Die Anliegen und Erfahrungen der Teilnehmenden stehen im Mittelpunkt.


Dienstag, 06.03.18, 19.00 Uhr
Ev. Reformationskirche, Frankenstraße 63, Neuss


Leitung: Pfr. Rolf Lenhartz
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an,
damit wir besser planen können!
ina.krueger@ekir.de

 


Gemeindeseminar „Evangelische Spiritualität“

In der Gegenwart Gottes leben und diese Gegenwart auch spüren – das ist etwas, wonach sich viele Menschen sehnen.

Das ist nicht neu, sondern das war immer schon so. Durch die Jahrhunderte der Christentumsgeschichte  hindurch gab

es immer wieder neue Wege und Versuche, dieses Leben in der Gegenwart Gottes zu gestalten und einzuüben –

sei es durch das Herzensgebet, durch die Meditation der Heiligen Schrift, oder mit den Losungen.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, Beispiele gelebter Frömmigkeit kennen zu lernen und sie ‚auszuprobieren‘.
Im Hintergrund soll dabei einerseits die Frage stehen, welche Art von Frömmigkeitspraxis dem Einzelnen
persönlich entspricht, andererseits, wie Protestanten mit Frömmigkeitstraditionen anderer Konfessionen
und Glaubensrichtungen (z.B. Exerzitien, Zen-Meditation...) verantwortet umgehen können.


Das Gemeindeseminar umfasst 5 Abende.
Start: Donnerstag, 15.03.18, 20.00 Uhr
(nicht während der Ferien)
Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Einsteinstr. 194, Neuss


Leitung: Pfr’in Dr. Karin Oehlmann
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an,
damit wir besser planen können!
karin.oehlmann@ekir.de

 


„Evangelische Spiritualität heute – alte Wege, neue Impulse?!“

Viele Menschen sehnen sich nach neuen Impulsen für ihre spirituelle Praxis – und die christliche

(wie die nichtchristliche) Tradition bietet eine Fülle von Methoden, Frömmigkeit zu leben.
Aber sind diese Methoden tatsächlich unabhängig von ihrem ursprünglichen Sitz im Leben anwendbar?

Exerzitien nicht als Mittel der Gegenreformation, sondern für Protestanten; Zen-Meditation nicht

für Buddhisten sondern für Christen? Dietrich Bonhoeffers ‚Gemeinsames Leben‘ nicht mehr in

einer Bedrohungssituation wie dem Kirchenkampf, sondern für Menschen, die ihren Glauben

ohne jede Furcht und Einschränkung leben können? Diese Fragen gilt es zu bedenken, denn:

Eine nachhaltige Erneuerung evangelischer Spiritualität wird nur dadurch möglich sein, dass

wir neue Formen auch inhaltlich-theologisch zu verorten vermögen. Daher sollten wir die

in der Geschichte der Christenheit – und möglicherweise auch anderer Religionen – vorhandenen

Schätze suchen. Die vielfältigen spirituellen Möglichkeiten und Angebote sind dann aber auch

daraufhin zu befragen, ob sie für Protestanten heilsam und nützlich sein können.


Donnerstag, 17.05.18, 19.30 Uhr,
Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Einsteinstr. 194, Neuss


Vortrag: Prof. Dr. Peter Zimmerling, Leipzig

 


Lektorenkurs: „Versteht man, was Du liest?“

Kennen Sie das? Da soll man die Lesung machen und kriegt es mit Texten zu tun, die es in sich haben!
Aber: keine Angst vor Zifjonitern, Amalekitern und der Rotte Korach!
Im Lektorenkurs beschäftigen wir uns mit Atemtechnik und Artikulation. Wir erfahren und üben worauf es bei
der Lesung ankommt, damit Texte „sprechen“. Schließlich thematisieren wir die Rolle des Lektors/der Lektorin im
Gottesdienst und bei anderen Gelegenheiten.

 

Donnerstag, 07.06.18, 19.00 - 21.30 Uhr
Ev. Friedenskirche Uedesheim, Rheinfährstr. 40, Neuss


Leitung: Dipl.Pol. Martina Wasserloos-Strunk
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an,
damit wir besser planen können!
ina.krueger@ekir.de


Vom Umgang mit den Religionsverwandten:

Neuss im Zeitalter von Reformation und Gegenreformation – Ausstellungseröffnung und Vortrag
Im Nachgang zum Jubiläumsjahr 2017 soll nun – ergänzend zu der Wanderausstellung

„Vom Umgang mit den Religionsverwandten“ – die Reformationszeit in Neuss in den Blick

genommen werden.Ausgehend von den ersten Nachweisen reformatorischen Gedankenguts

in der Stadt in den 1530er Jahren, über den Reformationsversuch unter Hermann von Wied,

die Bildung einer heimlichen Gemeinde und die Soldatengemeinden der truchsessischen und 

hessischen Zeit beleuchtet der Vortrag die Frühzeit des Protestantismus in Neuss bis zu seinem

vorläufigen Ende am Ausgang des Dreißigjährigen Krieges. Der Fokus liegt dabei auf der

Situation der Protestanten in Neuss, die in dieser Zeit geprägt war durch einen steten Wechsel

im Spannungsfeld zwischen Akzeptanz und Ablehnung.


Mittwoch, 13.06.18, 19.30 Uhr
Friedenskirche Uedesheim, Rheinfährstr. 40, Neuss


Vortrag: Dr. Stefanie Fraedrich-Nowag

 


Gelebte Reformation:  Die Barmer Theologische Erklärung

Exkursion zur Ausstellung in die Gemarker Kirche/Wuppertal
Der Titel der Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung weist auf ihre Weite! Hier geht es nicht nur um
eine zeitgeschichtliche Annäherung an den Kirchenkampf und die daraus folgende „Barmer Theologische Erklärung“,
sondern ganz bewusst  beginnt die Ausstellung mit den Reformatoren, deshalb führt sie über die deutsch-deutsche

Nachkriegszeit, über Aktion Sühnezeichen und die Friedensbewegung bis hin zur Antiapartheitsbewegung in Südafrika

und den Erklärungen von Belhar und Accra.
Die Besucher*innen erleben hier, wie die Synode von Barmen gerungen hat und wie sie Grundlagen gelegt hat
für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Dingen der Welt“ – aus christlicher Perspektive, bis in die Gegenwart.

Wir treffen uns um 15.00 Uhr in der Kirche von Barmen Gemarke. Dort haben wir eine Führung durch die Ausstellung reserviert.
Im Anschluss gibt’s Kaffee und Kuchen im Kirchencafé!


Samstag, 16.06.18, ab 15.00 Uhr
Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal
Eigene Anreise!


Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an,
damit wir besser planen können!
ina.krueger@ekir.de

 


Stephanie von Mackensen – die Frau auf der Barmer Bekenntnissynode

Eine Reise von Düsseldorf über Stettin nach Barmen und weiter nach Neuss
Unter den Abgeordneten der Barmer Bekenntnissynode 1934, die sich mit ihrer von Karl Barth

formulierten Theologischen Erklärung gegen eine national-sozialistische Verfremdung
des Evangeliums zur Wehr setzten, befand sich nur eine einzige Frau, Stephanie von Mackensen.
Die Katholikin kam durch eigenes Bibelstudium zum evangelischen Glauben und konvertierte.
1932 trat sie aus innerer Überzeugung der NSDAP bei und ließ sich für die Deutschen Christen

in die Pommersche Synode wählen, wandte sich aber schon bald der Bekennenden Kirche zu.

Sie wurde zur Geschäftsführerin der BK in Pommern. Gleichzeitig aber bestand sie weiterhin
auf ihrer Parteimitgliedschaft und verteidigte diese in einem Parteiausschlussverfahren erfolgreich.

Eine Frau also, die in keine der gängigen Kategorien von ‚Nazis‘ bzw. ‚Widerständlern‘ passt.


Donnerstag, 28.06.18, 20.00 Uhr
Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Einsteinstr. 194, Neuss


Vortrag: Pfr.‘in Dr. Karin Oehlmann